Bauwirtschaft braucht wieder ein vernünftiges Tempo

Quelle: Landespressedienst Kärnten www.ktn.gv.at am 29.01.2009

LH Dörfler bei Gestrata Bauseminar 2010 in Velden – Qualitative Zeitabwicklung von Bauprojekten ist wichtig

Im Veldener Casineum findet heute, Donnerstag, das Gestrata Bauseminar unter dem Motto "Asphalt verbindet Menschen und die Welt" statt. Straßenbaureferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler, er besuchte die Veranstaltung das achte Mal, ging in seinen Grußworten auf Kärntner Straßenbauprojekte ebenso ein wie auf das Tempo und den zunehmenden Druck auf Baufirmen beim Straßenbau.

Ing. Maximilian WeixlbaumDurch kräftige Investitionen könne das Land Kärnten aus den Jahren 2001 bis 2009 zahlreiche Referenzprojekte im Straßenbau vorweisen.
Der Landeshauptmann nannte den Ausbau der Südautobahn im Packabschnitt, die Sanierung der Südautobahn im Wörtherseeabschnitt, den Bau der zweiten Röhre des Katschbergtunnels, die Einhausungen auf der Tauernautobahn im Liesertal und die im Bau befindlichen Umfahrungen Bad St. Leonhard und Völkermarkt. Auch 2010 werde der Straßenausbau in Kärnten massiv fortgeführt werden, wobei sich der Schwerpunkt vom Beton hin zum Asphalt verschieben werde.

Dörfler ging aber auch auf die Wirtschaftkrise ein. "Die Gier der Wirtschaft hat auch die Bauwirtschaft getroffen, und Manager sollten einmal hinterfragen, ob man ständig Rekordzahlen nachhecheln sollte", betonte er. Gefragt sei eine Wirtschaft, bei der Werte wieder im Vordergrund stehen müssen.

Kritische Worte gab es zum zunehmenden Druck auf Baufirmen beim Bautempo. "Für die Bauwirtschaft und den Straßenbau sollte wieder ein vernünftiges Tempo gefunden werden, bei dem man noch atmen kann", so Dörfler. Der Autobahnausbau Velden oder die Einhausung Trebesing wäre statt in einem Jahr auch in zwei bzw. drei Jahren möglich gewesen. Das Land brauche Baustellen, wobei eine qualitative Zeitabwicklung der Projekte im Vordergrund stehen müsse. "Es muss wieder zu einem Einklang zwischen Visionen, Planung, Qualität und Ausführung kommen", präzisierte der Landeshauptmann.

Gestrata-Geschäftsführer Maximilian Weixlbaum ging auf das rückgängige Auftragsvolumen für die Bauwirtschaft im letzten Jahr ein und hob die Bedeutung des Asphalts für den Straßenbau hervor.