GESTRATA-Bauseminar: Asphaltbranche 2011 vor großen Herausforderungen

Quelle: www.burgenland.at am 25.01.2011

Landesrat Helmut Bieler berichtete über die Bauvorhaben des Landes

Jährlich lädt die Gesellschaft zur Pflege der Straßenbautechnik mit Asphalt (GESTRATA) zu einem Bauseminar. Auch heuer wurde wieder in Fachvorträgen über die neuesten Entwicklungen in der Asphaltherstellungstechnik und deren Verarbeitung im Kulturzentrum Eisenstadt informiert. „Die Bauseminare der GESTRATA sind ein Forum, bei dem eine permanente Weiterentwicklung zu mehr Qualität, mehr Komfort und mehr Sicherheit auf unseren Straßen präsentiert wird“, sagte Verkehrslandesrat Helmut Bieler, der die Teilnehmer im Eisenstädter Kulturzentrum begrüßte.

Bauproduktionsvolumen rückläufig
Gestrata Bauseminar 2011"2010 war für die Asphaltbranche bedingt durch die Wirtschaftskrise und dem daraus resultierenden Sparzwang ein schwieriges Jahr. Das Bauproduktionsvolumen ist im ersten Halbjahr 2010 um 20 Prozent zurückgegangen. Für das zweite Halbjahr liegen noch keine endgültigen Daten vor, eine leichte Verbesserung ist vielleicht möglich", erklärte GESTRATA-Vorstand DI Andreas Stoisser. Auch 2011 stünden große Herausforderungen bevor. "Im Gemeindestraßennetz ist der Erhaltungsbedarf sehr hoch und steigt tendenziell stark an. Aber der allgemeine Spartrend wird sich wegen der angespannten finanziellen Situation fortsetzen müssen", so Stoisser, der eine Zweckbindung der Mineralölsteuer anregt.

73,4 Millionen für den Straßenbau
Verkehrslandesrat Helmut Bieler betonte in seinem Vortrag, dass es bereits im letzten Jahr besondere Maßnahmen geben habe, um auf die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu reagieren. "Wir haben als erstes Bundesland die Trendwende am Arbeitsmarkt geschafft, weil wir alle unsere Möglichkeiten gebündelt haben, um direkt und unmittelbar in die Infrastruktur zu investieren. Wir haben dafür bewusst ein Defizit in Kauf genommen. Im Straßenbau stehen auch heuer wieder 73,4 Millionen zur Verfügung. Natürlich kann man nicht mehr Geld ausgeben als man einnimmt. Wir sparen, wo es sinnvoll ist und investieren gleichzeitig in Projekte, die notwendig und wichtig für die Menschen in diesem Land sind", berichtete der Verkehrslandesrat.

Wichtige Straßenbauprojekte werden umgesetzt
"Eine Initiative des Landes zum Ausbau der Infrastruktur im Burgenland im Interesse der Pendler, der Anrainer und des Wirtschaftsstandortes trägt dafür Sorge, dass drei ganz wichtige Straßenbauprojekte im Burgenland realisiert werden können. Für die kleinräumige Umfahrung Schützen werden 18 Millionen Euro aufgewendet. Für die Südverlängerung der S31 als B61a von Oberpullendorf über Mannersdorf und Oberloisdorf bis zur Staatsgrenze sind 37 Millionen vorgesehen, wobei das Geld vom Bund kommt und das Land Burgenland für etwaige Mehrkosten aufkommen muss", so der Landesrat weiter. Diese Investitionen seien auch für die positive Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandorts Burgenland von großer Bedeutung. In den nächsten Jahren umgesetzt wird auch der burgenländische Teil der S7. Die Gesamtkosten: 561 Millionen Euro. Investiert werde nicht nur in Straßenbau- sonder auch in Hochbauprojekte, wie dem Umbau des Kulturzentrums Einsenstadt, sagte Bieler.

Bevölkerung aktiv in die Planungsphase eingebunden
"Bei all diesen Projekten ist die Akzeptanz seitens der Bevölkerung von großer Bedeutung. Wir haben gute Erfahrungen mit offenen Planungsprozessen gemacht und binden die Bevölkerung, die Gemeinden und die Medien ein. Das hat zwar viele Diskussionen zur Folge, wird aber von einem Großteil der Burgenländerinnen und Burgenländer gut geheißen. Bei der geplanten Umfahrung Schützen sind bereits zwei Drittel der für den Bau benötigten Grundstücke abgelöst. Aber: Entscheidend ist auch die Umsetzung in möglichst hoher Qualität, die den jeweils aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschungen und die neuesten technischen Entwicklungen einbezieht. Hier ist die GESTRATA ein Vorbild. Die Bauseminare der GESTRATA sind ein Forum, wo eine permanente Weiterentwicklung zu mehr Qualität, mehr Komfort und mehr Sicherheit auf unseren Straßen präsentiert wird. Von ihr gingen in den letzten Jahren immer wieder entscheidende Impulse aus", schloss LR Bieler.

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Sziderics Wolfgang